Verlauf
Nagelpilz - manchmal kommt er wieder
Einige Menschen leiden wiederholt unter Nagelpilz. Verschiedene Gründe können dazu führen, dass die Therapie erfolglos bleibt: falsche Diagnose, Beschaffenheit der Zehnägel oder Therapieabbruch. Am besten bewährt hat sich die Kombinationstherapie.
Die Behandlungsmöglichkeiten bei Nagelpilz haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Mit etwas Geduld können immerhin drei Viertel aller Patienten dauerhaft von ihrem lästigen Begleiter befreit werden. Doch bei einem Viertel der Patienten scheitert die Behandlung. Die Gründe dafür können sehr unterschiedlich sein.
Wichtig ist zunächst eine zuverlässige Diagnose. Denn: Häufig wird Nagelpilz falsch diagnostiziert. Hinter fast der Hälfte aller diagnostisch auffälligen Nägel verbirgt sich eine Pilzerkrankung. Dennoch gibt es eine ganze Reihe an Erkrankungen, die ein ähnliches Krankheitsbild hervorrufen. Dazu zählen wiederholte Nagelverletzungen, Schuppenflechte (Psoriasis), die flache Knötchenflechte (Lichen planus), lokale Tumore oder Entzündungen. Damit eine effektive Therapie eingeleitet werden kann, muss zunächst eine ausführliche Diagnose erfolgen.
Auch die Beschaffenheit des Nagels kann den Therapieerfolg vereiteln. Ist er sehr dick oder stark befallen, können die Wirkstoffe den Erreger nicht in ausreichender Menge erreichen - der Pilz überlebt. Aber auch ein frühzeitiger Abbruch der Therapie kann dazu führen, dass sich der Pilz schnell wieder auf dem Nagel breit macht.
Andere Erkrankungen können den Körper derart schwächen, dass der Pilz ein leichtes Spiel hat. So sind Patienten mit Diabetes oder der Immunschwächekrankheit Aids empfänglicher für Nagelpilze als gesunde Menschen. Auch ältere Menschen sind häufiger betroffen: Nach Schätzungen leiden fast 60% unter Nagelpilz. Mediziner empfehlen zur effektiven Behandlung von Nagelpilz eine Kombinationstherapie mit einem Nagellack und einem so genannten systemischen Antimykotikum. Diese hat sich in klinischen Tests sehr bewährt.



