Risikofaktoren
Nagellack kann die Entstehung von Nagelpilz fördern
Nagelpflegeprodukte sind generell nicht schädlich für den Nagel, besonders wenn qualitätsgeprüfte Produkte eingesetzt werden. Doch Nagellack und Kunstnägel bergen das Risiko, die Entstehung von Nagelpilz zu fördern.
Der Sommer ist nicht mehr fern. Dann ist endlich wieder Barfuß-Zeit und man kann ohne Socken in die Sandalen schlüpfen. Gerne greifen Frauen dann zum Nagellack, um den Zehnägeln einen bunten Anstrich zu verleihen. Doch aufgepasst: Der handelsübliche Nagellack kann die "Lüftung" des Nagels verschließen und Pilzen somit ideale Wachstumsbedingungen bieten. Lackierte Nägel können somit das Risiko erhöhen, eine Onychomykose auszubilden.
Vor allem Menschen, die besonders anfällig für Pilzinfektionen der Nägel sind, sollten auf die kosmetische Dekoration ihrer Fuß- und Fingernägel verzichten. Auch im Falle einer möglichen Infektion des Nagels ist es ratsam, eventuelle Verfärbungen und Verformungen nicht mit einem Farbanstrich zu überdecken. In diesen Fällen sollte ein Dermatologe aufgesucht werden, der eine Diagnose stellen und bei vorliegender Nagelerkrankung therapeutisch eingreifen kann.
Das gleiche gilt auch für künstliche Fingernägel: Sie werden mit einer haftenden Substanz so eng auf den natürlichen Nagel gelegt, dass die feinporige Nagelstruktur verschlossen wird. Somit kann kein ausreichender Luftaustausch stattfinden und die Feuchtigkeit, die sich normalerweise unter der Nageloberfläche ansammelt und über die Nagelporen abgegeben wird, kann dann nicht mehr entweichen. Auf dauerhaft feuchten Nägeln können Pilzsporen jedoch leicht Fuß fassen, denn Feuchtigkeit ist ein Faktor, der das Pilzwachstum fördert.
Ist der Nagel bereits von einem Pilz befallen, sollte natürlich gänzlich auf kosmetischen Lack verzichtet werden. Auch wenn Verfärbungen als Makel gesehen werden und einige Frauen darunter leiden, sollte höchstens Lack aufgetragen werden, der eine antimykotische Wirkung hat und den Pilz bekämpft.



