Risikofaktoren
Problematisch: Nagelpilz bei Diabetikern
Sind bei Diabetikern die Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht, verschlechtert sich u.a. die Durchblutung. Infektionen wie Nagel- oder Hautpilze heilen dadurch schlechter, schädigen die Haut und ebnen so den Weg für bakterielle Infekte.
Generell unterliegen Diabetiker einem höheren Risiko, an Nagelpilz zu erkranken. Ein Grund dafür ist, dass Diabetiker häufig ein geschwächtes Immunsystem besitzen, das die Erreger schlechter bekämpfen kann. Zum anderen kann ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel zu Durchblutungsstörungen sowie Schäden am Nervensystem (diabetische Polyneuropathie) führen. Diese äußern sich vor allem in den Füßen: Ein gestörtes Schmerzempfinden und Taubheitsgefühl sind die Folge. Pilzinfektionen der Fußnägel bleiben bei Diabetikern daher zunächst meist unbemerkt und werden häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt. Die Behandlung gestaltet sich dann allerdings häufig schwierig.
Pilzinfektionen ziehen auch die Haut in Mitleidenschaft: Sie wird trocken und rissig und somit anfällig für bakterielle Infektionen. Die Folge: Der Fuß entzündet sich weiter und die Heilung wird zusätzlich erschwert (diabetischer Fuß). Die bakteriellen Entzündungen können den Fuß sogar derart schädigen, dass eine Amputation notwendig wird. Pro Jahr werden allein in Deutschland etwa 27.000 Fußamputationen bei Diabetikern durchgeführt.
Diabetiker sollten deshalb ganz besonders auf eine gute Fußhygiene achten und frühzeitig auf Pilzinfektionen reagieren. Prüfen Sie z.B. nach dem Baden oder Duschen die Zehnägel und die Zehzwischenräume auf erste Anzeichen von Haut- und Nagelpilz und suchen Sie im Verdachtsfall einen Arzt auf.



