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Hygiene im Hotel

Fußpilz aus dem Fremdenzimmer

Gute Hotels desinfizieren die Bäder ihrer Gästezimmer. Mikrobiologen fanden dort dennoch Erreger für Fuß- und Nagelpilz. Auch im Teppich steckten Sporen.

Hoteliers können von allerlei Dingen berichten, die Gäste mitgehen lassen. Die Palette reicht von Aschenbechern über Handtücher bis zu Duschköpfen. Manche Besucher nehmen allerdings unfreiwillig etwas aus dem Fremdenzimmer mit. Dabei kann es sich um so Unerfreuliches wie Fuß- oder Nagelpilz handeln.

Pilzsporen vor dem Bett und im Bad

Eine Überprüfung der Hohensteiner Institute in Bönnigheim im Auftrag der Gütegemeinschaft sachgemäße Wäschepflege zeigte: Pilzsporen sind in deutschen Hotels keine Ausnahme. In sechs der 14 untersuchten Mittelklassehotels mit zwei bis vier Sternen wiesen die Mikrobiologen des Instituts die Erreger von Fußpilz nach. Fündig wurden die Experten "insbesondere auf dem Boden um das Bett und vor dem Waschbecken sowie in der Duschwanne innen", berichtet Untersuchungsleiter Dr. Helmut Mucha. Er empfiehlt daher, beim Aufenthalt im Hotel "soweit möglich Haus- oder Badeschuhe zu tragen". Dies gilt besonders, wenn jemand Wunden an den Füßen hat oder sein Immunsystem geschwächt ist.

Im Wellnessbereich nie barfuß laufen

Ein wichtiger Merksatz lautet: "Laufen Sie niemals dort barfuß, wo es auch andere Menschen tun, die Sie nicht kennen!" Wer das beherzigt, verhindert eine leichtfertige Ansteckung mit Fuß- oder Nagelpilz. Hotels, die etwas auf sich halten, achten zwar auf gute Hygiene und desinfizieren ihre Thermal- und Wellnessbereiche, aber auch hier besser auf Nummer sicher gehen und nie ohne Badeschuhe umherlaufen. Zudem sollte jeder seine Füße regelmäßig inspizieren.

Haben sich Pilzsporen erst einmal in der Haut eingenistet, kann es schwierig werden, sie wieder los zu werden. Ein früher Hinweis auf Fußpilz ist ein Jucken zwischen den Zehen. Die Haut ist dort oft aufgequollen, rissig oder rot; manchmal bilden sich kleine Bläschen. Später schuppt die Haut und brennt. Bei Nagelpilz verdickt sich die Nagelplatte, verfärbt sich gelblich-bräunlich und bröckelt beim Nagelschneiden ab. Um Nagel- und Fußpilz den Garaus zu machen, bedarf es spezieller Medikamente. Solche Antimykotika gibt es in Apotheken auch rezeptfrei.


Quelle: Nach Informationen der Gütegemeinschaft sachgemäße Wäschepflege e.V. und der Leitlinien der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft und der Deutschsprachigen Mykologischen Gesellschaft
Autor: Martina Janning
Stand: 17-07-2008




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