
Fuß- und Nagelpilz
Vorsicht, Risiko!
Sportler, Diabetiker und Senioren bekommen leichter Fuß-und Nagelpilz als andere Menschen. Weniger bekannt ist, dass auch bestimmte Stoffwechsel-Erkrankungen, Durchblutungsstörungen und Immundefekte das Risiko dafür steigern können.
Diabetiker müssen auf ihre Füße achten!
Diabetiker haben schlecht durchblutete Füße und häufig auch ein gestörtes Schmerzempfinden in diesem Bereich, denn die Zuckerkrankheit schädigt die kleinsten Blutgefäße (Kapillaren). Aus diesem Grund ziehen sich Diabetiker nicht nur häufiger als andere Menschen Verletzungen zu, sie bemerken sie auch später. Kleinste Wunden im Fuß- oder Nagelbereich sind jedoch beliebte Eintrittspforten für die Erreger von Fuß- und Nagelpilz.Diabetiker sollten daher ihre Fußsohlen und die Bereiche zwischen den Zehen regelmäßig, am besten einmal wöchentlich, mit Hilfe eines Spiegels auf Hautrisse und andere Veränderungen untersuchen. Ratsam ist sich außerdem, das Schneiden der Fußnägel wegen der Verletzungsgefahr von einer Fußpflegerin oder einem Podologen (medizinischer Fußpfleger) vornehmen zu lassen.
Gestörte Durchblutung schafft Probleme
Neben Diabetes gibt es noch einige anderen Erkrankungen, bei denen eine gestörte Durchblutung dazu führt, dass Haut und Nägel sich schlechter gegen Pilzerreger zur Wehr setzen können. Dazu zählen beispielsweise das Raynaud-Syndrom und die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK). Beim Raynaud-Syndrom kommt es infolge von Krämpfen in den arteriellen Blutgefäßen zu kalten, schlecht durchbluteten Fingern ("Leichenfinger") oder Zehen und unter Umständen zur Zerstörung von Gewebe. Bei der PAVK sind überwiegend die Arterien der Beine betroffen. Ursache ist hier meist eine Einengung dieser Blutgefäße (Stenose), ein Verschluss oder eine Entzündung.
Weitere "Risiko"-Krankheiten
Darüber hinaus gibt es zahlreiche Erkrankungen, die zu Nagelveränderungen führen oder deren Wachstum beeinträchtigen. Bei solchen Patienten ist das Risiko für Nagelpilz besonders hoch. So können beispielsweise bei Patienten mit Schuppenflechte oder Neurodermitis entzündliche und schuppige Nagelveränderungen auftreten, die Pilzerreger leicht eindringen lassen. Bei der Erkrankung Erythrodermie kann es sogar zum Nagelverlust kommen. Auch Menschen, die an einer Krebserkrankung im Bereich der Nägel wie zum Beispiel dem Nagelbettmelanom leiden, sind stärker gefährdet, ebenso Menschen mit geschwächter Immunabwehr.
Risiko nicht unterschätzen!
Doch auch völlig gesunde Menschen sollten das Risiko für Fuß- und Nagelpilz nicht unterschätzen. Eine unsachgemäße Nagelpflege beispielsweise führt schnell zu winzig kleinen Verletzungen, in die die Pize leicht eindringen und sich vermehren können. Wer sportlich aktiv ist, sollte auf gutes Schuhwerk achten, denn in schlecht sitzenden oder wenig atmungsaktiven Sportschuhen fühlen sich Pilzerreger ebenfalls sehr wohl. Auch beim Schwimmbad oder der Sauna holt man sich leicht einen Pilz, daher ist es wichtig, konsequent Badeschuhe zu tragen.





