Diagnose
Ärzte diagnostizieren Nagelpilz oft falsch
Patienten mit Verdacht auf Nagelpilz sollten auf einer Pilzkultur bestehen: Mehr als die Hälfte aller Nagelmykosen werden falsch diagnostiziert.
Patienten mit Verdacht auf Nagelpilz sollten beim Arztbesuch auf einer Pilzkultur bestehen: Immerhin werden mehr als die Hälfte aller Nagelmykosen nach Schätzungen von Experten falsch diagnostiziert. Nur eine genaue Bestimmung der Erreger in einer Kultur kann über die Ursache Aufschluss geben. Hervorgerufen wird die Erkrankung meistens durch den Dermatophyt Trichophyton rubrum, gelegentlich aber auch durch Hefe- und Schimmelpilze.
Ein Nagelpilz muss in jedem Fall behandelt werden. Denn ohne Therapie ist die Ausbreitung des Erregers nicht aufzuhalten, sagt Prof. Issak Effendy, Hautarzt aus Bielefeld, in der Ärzte Zeitung. Oft sind schon mehrere Nachbarzehen befallen, wenn Ärzte die Füße eines Patienten das erste Mal zu sehen bekommen. Zur Behandlung empfiehlt sich häufig ein antimykotischer Nagellack, der noch besser einzieht, wenn der Arzt oder der Podologe (Fußpfleger) den Nagel zuvor abschleift.
Ist bereits die Nagelwurzel von Pilzen befallen, reicht eine örtliche Behandlung nicht aus: In diesem Fall ist eine Therapie mit Tabletten notwendig. Soweit muss es aber nicht kommen, wenn der Patient bereits bei den ersten Anzeichen - wie einer Verfärbung des Nagels - den Arzt aufsucht.



