
Fußpilz-Symptome
Woran erkennt man Fußpilz?
Fußpilz ist weit verbreitet - fast jeder dritte Erwachsene in Deutschland hat mit Symptomen zu kämpfen. Doch woran erkennt man ihn und was kann man dagegen tun?
Zu den häufigsten Erregern zählen Pilze aus der Familie der Dermatophyten, außerdem Hefen und Schimmelpilze.
In etwa 80 Prozent der Fälle ist die Infektion in den Zehenzwischenräumen zu finden. Weitaus seltener werden Fußsohle und -rücken oder die Ränder der Füße befallen. Das ist nicht verwunderlich, denn die Fußpilzerreger fühlen sich im feuchten Milieu der Zehenzwischenräume besonders wohl.
Wer ist in erster Linie gefährdet?
Unter Männern ist Fußpilz etwas häufiger als unter Frauen. Besonders anfällig sind ältere Menschen, Raucher, Diabetiker und Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Wer an den Füßen an Durchblutungsstörungen, Hautschäden oder erhöhter Schweißbildung leidet, wird ebenfalls leichter befallen. Auch aktive Sportler, vor allem Läufer, Tennisspieler, Fußballer und Schwimmer, holen sich sehr leicht einen Fußpilz.
Zuerst kommt der Juckreiz
Erstes Anzeichen für einen Fußpilz ist meist ein Juckreiz, besonders häufig zwischen dem vierten und fünften Zeh. Außerdem ist die Haut oft rötlich oder auch weißlich verfärbt, es können sich Bläschen oder Risse bilden. Die Haut schuppt sich, brennt oder schmerzt. In späteren Fußpilz-Stadien kann die Haut dann wie "gekochtes Fleisch" aussehen.
Pilz ist peinlich
Die Praxis zeigt, dass sich zwei Drittel der Fußpilz-Erkrankten nicht behandeln oder zu spät damit anfangen. Margot Körber, die in Warnitz im Bundesland Brandenburg eine Praxis für medizinische Fußpflege betreibt, erklärt dazu: "Vielen meiner Kunden ist ihr Fußpilz furchtbar peinlich. Vor allem glauben sie, dass eine schlechte Körperhygiene die Ursache ist, was aber nicht stimmt. Fußpilz kann man sich zum Beispiel im Schwimmbad oder in der Sauna holen. Er wird begünstigt durch ein feuchtwarmes Klima in engen und wenig atmungsaktiven Schuhen oder durch kleinste Verletzungen, in die die Pilzsporen leicht eindringen können."
Schwerwiegende Folgen
Wird Fußpilz nicht oder zu spät behandelt, bleibt dies meist nicht ohne Folgen. Beispielsweise besteht die Gefahr, dass sich die Erreger auch in den Bereich der Zehennägel ausbreiten. Einen Nagelpilz erkennt man meist daran, dass die Nägel ihre Farbe ändern: sie werden zunächst milchig, später gelblich bis bräunlich-schwärzlich. Sie reißen leicht ein, werden brüchig oder bröckelig. An manchen Stellen verdickt sich die Oberfläche der befallenen Nägel.
Im Zweifel am besten zum Arzt
Gegen Fuß- und Nagelpilz gibt es in der Apotheke zahlreiche frei verkäufliche Medikamente. Wer unsicher ist, sollte rasch einen Hautarzt aufsuchen. Denn die Behandlung ist umso schwieriger und langwieriger, je später damit begonnen wird. Außerdem besteht das Risiko, dass sich der Pilz auch auf andere Hautpartien ausbreitet.
Auf einer von Pilzen besiedelten Haut haben auch Bakterien ein leichtes Spiel. Dazu zählen zum Beispiel die Erreger der Wundrose (Erysipel). Dies ist eine bakterielle Hauterkrankung, die neben der Infektion der oberen Hautschichten und Lymphwege zu hohem Fieber, Schüttelfrost und weiteren schweren Komplikationen führen kann.





