Entstehung
So entsteht Nagelpilz
Eine Nagelpilzinfektion kommt nicht über Nacht: Vorstufe ist meistens eine Fußpilzinfektion. Sie ist extrem weit verbreitet: Etwa ein Drittel aller Deutschen ist mindestens einmal im Leben betroffen. Fußpilz siedelt sich in erster Linie zwischen den Zehen an. In den engen Zehenzwischenräumen staut sich die Feuchtigkeit leicht und weicht die Haut auf.
Das macht das Gewebe angreifbar und damit einen Pilzbefall überhaupt erst möglich. Ist die Haut hingegen trocken und gesund, hat der Erreger kaum eine Chance.
Wer Fußpilz nicht ernst nimmt, riskiert Nagelbefall
Wird der Fußpilz sofort mit einem Antipilzmittel - in Form von Creme, Lösung, Gel oder Puder - behandelt, klingt die Hautinfektion in zwei bis vier Wochen ab. Unternimmt der Betroffene jedoch nichts, breitet sich der Pilz meistens aus: Er wandert an den Zehen entlang hoch Richtung Nagel bzw. Nagelbett. Dort kann er an unterschiedlichen Stellen eindringen:
- am vorderen Nagelrand, dort wo der Nagel weiß ist (medizinisch: distaler Befall)
- am hinteren Nagelbereich, dort wo die halbmondartige Struktur (Lunula) unter dem Nagel zu sehen ist (medizinisch: proximaler Befall)
- auf der Nageloberfläche (medizinisch: supraficialer Befall)
- an den Seiten, über den Nagelwall (medizinisch: paronychialer Befall)
Es gibt aber keinen Grund zur Panik: Bei intakter Haut und gesunden Nägeln kommt es selten zur Pilzinfektion. Meistens gibt es triftige Gründe für einen Befall, wie kleine Verletzungen, schlechte Durchblutung (kalte Füße) oder feuchte aufgeweichte Haut. Es empfiehlt sich darum, stets auf trockene und gut durchblutete Füße zu achten.



